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Ausstellung vom 14. September - 6. November 2004
Kelims von der Yayla West-Anatoliens
aus dem
18. und 19. Jahrhundert
Rundgang
West-Anatolische Flachgewebe
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Kelims von der Yayla West-Anatoliens
Flachgewebe aus dem 18. und 19. Jahrhundert
"Yayla" ist in ganz Anatolien der Begriff für "Sommerweide". Dorthin ziehen bis heute die Familien in ihre angestammten, hochgelegenen Weidegebiete und leben in den Sommermonaten das halbnomadische Hirtenleben im Zelt. Im Herbst ziehen sie wieder in die tiefer liegenden Dörfer.
Flachgewebe wurden in Anatolien seit Jahrtausenden hergestellt, sei es für den alltäglichen Gebrauch oder zu spirituellen Zwecken. Die Kelims West-Anatoliens beeindrucken durch die Vielfalt der Webtechniken. Ob Cicim, Zili, Soumak oder Schlitzkelim, alles gehört zur Webtradition dieser Region. Durch das Beharren auf den überlieferten Symbolen und Färbetechniken, blieben bis weit ins 19. Jahrhundert. die nichtkommerziellen Flachgewebe ausdruckstark und ungebrochen.
Da in der bewegten Geschichte Kleinasiens viele Völker dort siedelten oder auch weiterzogen, hat sich ein großes Spektrum aus verschiedensten Kelims erhalten. Von den Sammlern der 80er und 90er Jahre waren Kelims aus Zentral-Anatolien mehr gesucht, so daß die West-Anatolische Webkultur weit weniger erhalten und gesammelt wurde.
So freue ich mich mehr als 30 der seltenen Flachgewebe aus dem 18. und 19. Jahrhunderts zeigen zu können, darunter antike Schmucksäcke und Satteltaschen, die das frühere Yayla-Leben aufscheinen lassen. Die Exponate in der Ausstellung wurden von Karakecili, Yagcebedir, Varsak Yörük, Aydinli und anderen Stämmen gewebt und zeigen einen kleinen Ausschnitt der Kultur vergangener Jahrhunderte.
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