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Ausstellung Galerie KELIM Würzburg 01. April - 31. Mai 2008 Nische und Lebensbaum Symbole in orientalischen Kelims und Teppichen aus drei Jahrhunderten Im Urbewusstsein des Menschen ist die NISCHE (Höhle) seit vielen Jahrtausenden bis zum heutigen Tage fest verankert. Schon auf Wandmalereien und vermutlich auch auf Textilien der Jungsteinzeit findet man Höhlen- und Bergdarstellungen in Verbindung mit schamanistischen Gottheiten. Auch im 20. Jahrhundert erschien die Gottesmutter Maria in Lourdes in einer Grotte (Höhle). So hat dieses Symbol auch eine weite Verbreitung in orientalischen Textilien gefunden und wurde sehr unterschiedlich interpretiert. Manchmal wurde die Nische zu einer menschlichen Gestalt wie in dem ausgestellten Kelim aus Erzerum (Ost-Anatolien, um 1850), während uns die Gebetsteppiche mit ihren moscheeähnlichen Nischen eher bekannt sind. Seit dem 5. Jahrtausend vor Chr. wird Ackerbau und Viehzucht im Leben der Menschen immer wichtiger. Entsprechend wird der Lebensbaum als Symbol für Pflanze, Fruchtbarkeit, Wachstum, wiederkehrendes Leben ein bedeutungsvolles Kraftzeichen (Wunschbaum, heilige Eiche...). In vielen Kulturen seit dem Ende der Steinzeit, erscheinen diese und andere Ursymbole (oft bis zur Unkenntlichkeit transformiert) und dienen zur Bekräftigung des Glaubens (Palmette, Maibaum, Stammbaum, siebenarmiger Leuchter ...).
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